Röntgentiefentherapie

Mit Jahresbeginn 2015 bieten wir in unserer Praxis die Orthovolttherapie, auch Röntgentiefenbestrahlung, Schmerz- oder Entzündungsbestrahlung genannt, an.

Frau Dr. Jahr hat während ihrer Ausbildungs- und Facharztzeit an der Charite mit dieser seit Jahrzehnten bewährten Methode Erfahrung sammeln können. Diese über viele Jahre in den Hintergrund getretene Therapiemethode erlebt wegen ihrer nebenwirkungsarmen und dennoch erfolgversprechenden Ergebnisse eine Renaissance, was Frau Jahr Anlass war, ihr Wissen durch entsprechende Weiterbildungen und Kurse aufzufrischen.

Im Anhang finden Sie Hinweise zu den Indikationen und den Voraussetzungen.
Die Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen, wozu auch die degenerativ-entzündlichen Veränderungen gehören, ist eine bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannte und erfolgreiche Therapie. Obwohl die Wirkungsmechanismen noch nicht gänzlich aufgeklärt sind, gehört diese Methode zu den am besten untersuchten Therapieverfahren.

Indikationen zur Röntgentiefen/Orthovolt-Therapie

  • Schmerzhafte, degenerative Erkrankungen
    PHS („Kalkschulter“)
    Epikondylitis humeri( „Tennisellenbogen“)
    Achillodynie
    Gonarthrose
    Rhizarthrose
    Arthrose anderer Gelenke
  • Entzündliche und prolefertive Erkrankungen
    Bursitis
    M. Dupuytren
    M. Ledderhose
    Heterotope Ossifikationen, z.B. vor TEP
    chron. Hidradenitis

Was sollten Sie über eine Strahlenbehandlung wissen?

Zur Behandlung verwenden wir Röntgenstrahlen mit einer höheren Energie als zu diagnostischen Aufnahmen notwendig.
Die Strahlen fördern den natürlichen Heilungsprozess und sollen krankhafte Gewebeveränderungen vorbeugen oder beseitigen. Der Erfolg der Behandlung hängt davon ab, wie der bisherige Krankheitsverlauf war, wie lange die Beschwerden bestehen und wie stark die Funktionseinschränkung ist. Auf jeden Fall brauchen Sie etwas Geduld!

Vorbereitung und Behandlung

Es erfolgt zunächst eine Befragung und Untersuchung durch den Arzt. Dazu sind nach Möglichkeit vorliegende Röntgen-/MRT-Aufnahmen und Befunde sowie bisher erfolgte therapeutische  Maßnahmen vorzulegen.
Danach legt der Arzt das zu bestrahlende Zielgebiet fest.


Die Behandlung erfolgt ambulant, 2-3x pro Woche über 14 Tage.
Eine Wiederholung der Therapieserie ist nach 8 bis 12 Wochen möglich.

Mit welchen Nebenwirkungen und Spätfolgen ist zu rechnen?

Das Gerät ist neu und wurde nach den modernsten Kriterien ausgewählt.
Das ermöglicht größte Sorgfalt bei der Planung und Durchführung der Bestrahlung.
Durch die gewissenhafte Überwachung wird die Strahlentherapie sehr sicher.
Die benötigte Strahlenmenge ist außerdem sehr gering, so dass für gewöhnlich keine
Nebenwirkungen auftreten werden.

Zu nennen wäre:

  • Vorbestehende Schmerzen können sich zeitweilig verstärken. Auf diese Weise kündigt sich meist der gewünschte Therapieerfolg an.
  • Trockenheit, leichte Rötung und Entzündung der Haut im bestrahlen Gebiet wird sehr selten beobachtet
  • Bei Beachtung der Schutzmaßnahmen kommt es zu keiner Belastung der Fortpflanzungsorgane (Eierstock, Hoden).
  • Ob Ihr natürliches Risiko, im weiteren Leben eine bösartige Neubildung oder Leukämie zu entwickeln infolge der Strahlenbehandlung geringfügig erhöht wird weiß man nicht, lässt sich aber auch nicht völlig ausschließen.

Weitere Fragen können Sie jederzeit im persönlichen Gespräch klären.


Die Terminvergabe erfolgt über das Callcenter. Dazu wählen Sie bitte die 030 / 93 77 09 83 und folgen den Hinweisen.